Die Landtagsgrünen bei Z.WO

Die Wohnbaugenossenschaft Z.WO e.G. empfing Dr. Lea Heidbreder (Stellvertretende Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz und Sprecherin für Bauen und Wohnen, Wissenschaft und Hochschule, Umwelt und Landesplanung) zu einem offenen Austausch. Begleitet wurde sie von Mitgliedern des AK Planen, Bauen, Wohnen der Grünen Rheinland-Pfalz. Die Gäste nahmen viele Eindrücke mit.

Es gab zahlreiche Fragen, Antworten und einen intensiven Blick auf die konkrete Umsetzung der Ziele von Z.WO. Beeindruckt zeigten sich Dr. Heidbreder und der Arbeitskreis besonders bei der Besichtigung verschiedener Wohnungen sowie der gesamten Anlage – vor allem von der Architektur, die Kommunikation ermöglicht und von den Gemeinschaftsräumen.

Viele Themen, die Z.WO im seinem Wohnprojekt verwirklicht hat, begeisterten die Besucher, so die Verbindung des Aspekts des Wohnens mit sozialen Konzepten und langfristiger Sicherheit. Nachhaltigkeit in den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Umwelt spielt bei Z.WO eine zentrale Rolle. Ein Beispiel hierfür ist die PV-Anlage, die im Mieterstrommodell genutzt wird. Der Aspekt der Nachhaltigkeit war den Grünen besonders wichtig. Beeindruckt zeigten sich die Gäste auch über unser solidarisches Miteinander. Die Gemeinschaft steht im Mittelpunkt, gegenseitige Nachbarschaftshilfe ist gelebte Praxis. Das zeigt sich z.B. in der Nutzung des Z.WOhnzimmers beim gemeinsamen Frühstück, bei Spieleabenden oder Festen, im Angebot des Mobilitätsraums, des Toberaums, der (betreuten) Werkstatt und den zwanglosen Gesprächen im Waschsalon, auf den Laubengänge oder im Südhof. Viele weitere Themen des Konzepts von Z.WO wurden angesprochen, wie das Rotationsprinzip, barrierefreie Wohnungen, Inklusion oder die internen Entscheidungsprozesse nach den Prinzipien der Soziokratie. Auch die bewusste Öffnung ins Quartier durch das [cu| vée] mit niedrigschwelligen Angeboten wie dem Sprachcafé, dem Handarbeitstreff oder den Wohnzimmerkonzerten sowie über die Bereitstellung von Co-Working Arbeitsplätzen fanden großen Anklang bei den Besucher*innen.

Zum Abschluss tauschten sich Dr. Heidbreder und der AK Planen mit Z.WO auch über Wünsche an die Politik aus. Z.WO fordert unter anderem die Bereitstellung preisgünstiger Baugebiete oder die Überlassung ungenutzter alter Bauobjekte, die Priorisierung von Baugenossenschaften gegenüber gewerblichen Anbietern sowie eine Quotierung genossenschaftlicher Projekte. Außerdem wünscht sich die Wohngenossenschaft für weitere Wohnprojekte finanzielle Beteiligung z.B. von Land und Kommunen und Subventionen sowie weitere Förderinstrumente, die sozial benachteiligten Interessenten den Erwerb von Genossenschaftsanteilen ermöglichen.

So wurde der Besuch zu einem inspirierenden Einblick in ein Wohnmodell, das Sicherheit, Nachhaltigkeit, Solidarität und Mitbestimmung verbindet – und dabei sichtbar macht, wie Wohnen zugleich gesellschaftliche Wirkung entfalten kann.