Am 28. November war die Combo der Big Band 6-5000 Mainz für ein Wohnzimmerkonzert zu Gast im [cu|vée] – und das schon zum zweiten Mal.
Wer sich fragt, wo der Name „6-5000“ herkommt: Er wurde in Anlehnung an den legendären Song des Glenn Miller Orchesters aus dem Jahr 1940 gewählt. Glenn Miller und seine Band spielten damals häufig im Café Rouge im New Yorker Hotel Pennsylvania – und das hatte die Telefon-Nummer 6-5000.
Die Mainzer Big Band 6-5000 gibt es seit 1990 und ist aus dem Mainzer Kulturleben nicht mehr wegzudenken. Die Combo ist ein Ableger der Big Band; sie präsentiert Jazz Standards, die auch in großer Besetzung gespielt werden.
In der Combo kann jeder Musiker besser zum Zug kommen. Und die Spielfreude merkte man den sieben Musikern – Tobias (Bandleader, Schlagzeug, Gesang), Klaus (Saxophon), Thomas (Trompete), Bernhard (Bass), Sebastian (Gitarre), Christoph und Stephan (abwechselnd am Piano) deutlich an.
Von den winterlichen Temperaturen draußen war drinnen im voll besetzten [cu|vée] nichts zu bemerken. Die Combo heizte dem begeisterten Publikum ordentlich ein. Pennsylvania 6-5000 kam an diesem Abend zwar nicht zur Aufführung, dafür aber Jazz Standards wie Satin Doll von Duke Ellington, mit dem die Band den Abend eröffnete, Take the A-Train von Billy Strayhorn, dem Bossa Nova Manhã de Carnaval aus dem brasilianischen Film Orfeu Negro und Autumn Leaves, das als englische Version des französischen Chansons Les Feuilles mortes zum Jazzstandard wurde. Ohne Zugaben wollte das Publikum die Band natürlich nicht entlassen und so brachte die Combo zum Abschluss des schönen Konzerts noch einmal Satin Doll zu Gehör.
Wir freuen uns schon, wenn es hoffentlich bald mal wieder heißt: Jazz im [cu|vée] mit der Combo der Big Band 6-5000 Mainz.

