Kann ich hier wirklich ohne Vorkenntnisse mitmachen? Ja, das geht! Alle Zweifel waren
sofort zerstreut, als wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Charlotte Daun, die Projektleiterin, und ihre Instrumente trafen. Harfe, Gitarren, eine Ukulele, Trommeln und andere Schlagwerke lagen und standen bereit und forderten direkt zum Ausprobieren auf.
Noch bevor alle im Kreis saßen, hatten die Kinder schon einige Akkorde gemeinsam angeschlagen.
Wir siebzehn Menschen von ganz jung bis alt ließen uns zum Einstieg bereitwillig animieren, zuerst ganz vorsichtig, dann immer mutiger, durch Vor- und Nachsingen ein schottisches Wiegenlied zu lernen. Bald schon trauten wir uns, es im Kanon zu singen. Schon da entstand ein Gefühl des Zusammenhalts und des Vertrauens.
Dann wurde es rhythmisch: Über einen gestampften Grundrhythmus hinweg klatschte jede und jeder nacheinander im Kreis eine Folge vor und die anderen wiederholten diese gemeinsam. Und schon hatten wir unseren Groove!
Nachdem wir ein weiteres Lied gelernt hatten, gab es als Highlight die Aufgabe, zusammen ein eigenes Lied zu texten, zu komponieren und zu interpretieren. Aus einer Wortsammlung – Thema: Unser Viertel – entstanden zwei sich reimende Zweizeiler mit einer einzelnen, besonderen Zusatz-Zeile. Eine Melodie hatten wir auch bald gefunden. Nachdem jede und jeder ein Instrument genommen und das Saxophon ein Intro gespielt hatte, ging es los. Über Harfen-, Gitarren- und Glockenklängen schwang sich die Querflöte auf und alle sangen hochkonzentriert und mit Schalk im Nacken:
Wir lieben alle Katzen,
auch wenn sie manchmal kratzen.
Und wenn die Mäuse lachen,
den Katzen Kummer machen.
BIS DASS DIE BALKEN KRACHEN!
Die Zusatzzeile sangen wir voller Inbrunst besonders laut, weil sie das Gefühl wiedergab, das alle während der drei Stunden erfasst hatte: Wir haben Spaß zusammen, und der beschwingt den Körper und das Gemüt.
Unser einhelliger Wunsch: Wir wollen mehr davon!






